![]() |
||||||||||||||
|
Dokumentation des GemeindehausneubausSeptember 2004Mitte August war, wie bereits berichtet, der Untergrund für den neuen Gemeindesaal aufgefüllt worden. Eine Aktion, die sich so leicht schrieb und wohl auch liest. Eine nachträglich durchgeführte Überschlagsrechnung läßt vielleicht erkennen was an Arbeit dahinter steckte: die Aktiven hatten in kurzer Zeit insgesamt 80 m3 Erdreich bewegt. Dazu musste Hans Stängle das Material am Lagerplatz beim Umspannwerk mittels Schaufellader auf einen Anhänger landen, den Helmut Hofmann dann mit seinem Traktor zur Baustelle fuhr und dort vor dem Rohbau auf der Hauptstraße ablud. Von hier übernahm der Kran mit dem Greifer den Hoch- und Weitertransport der Erdmassen über den nordlichen Teil des Rohbaus bis in den Bereich des Gemeindesaals. Die "restliche" Feinverteilung des Erdreichs musste dann mit Schaufel und Muskelkraft bewerkstelligt werden. Während auf der einen Seite des Baubereichs das Material noch verteilt wurde war auf der anderen Seite schon ein Helfer mit dem Rüttler dabei den eingebrachten Aushub wieder zu verdichten. Nach der Fertigstellung des nordlichen Gebäudeteils mit dem EG, der Treppe und der Decke sowie der Bodenplatte für den neuen Gemeindesaal begannen im September die "Hochbauarbeiten" mit dem Betonieren der verschiedenen Stützsäulen und der tragenden Mittelwand des OG`s sowie der Decken für das östlich gelegene Tisch- und Stuhllagerraum bzw. den westlichen Eingangsbereich des Gebäudes, die beiden "Gebäudeohren". Eine Arbeit die scheinbar nur langsam voran ging. Aber wie so immer steckt der Zeit- Arbeitsaufwand im Detail: So musste für jede Stützsäule mit einer Grundfläche ca. 40 x 40 cm in zeitaufwendiger "Kleinarbeit" eine eigene Schalung errichtet werden. Da die Höhe Schalung ca. drei Meter betrug, war für jede Säule eine zusätzliche Arbeitsbühne zu errichten, die später beim Betonieren mindestens zwei Personen einen sicheren Arbeitsplatz bieten sollte. Das Betonieren selbst gestaltete sich wiederum sehr zeit- und arbeitsintensiv, denn der Beton konnte, wegen des kleinen Querschnitts der Säulen, nicht direkt von der Schütte in die Schalung abgelassen werden. Der Beton musste vielmehr auf der Arbeitsbühne aus der Schütte in eine Wanne umgeladen werden. Aus der Wanne wurde dann per Hand und Schaufel der Beton in die Schalung gefüllt und eingerüttelt. Bewundernswert wie unser Bauführer bei dieser "Puzzlearbeit" die Aktiven anleitete, den Fortgang der Arbeiten im Auge behielt und gleichzeitig auf die Sicherheit aller freiwilligen Helfer bedacht war, deren Arbeitsplätze ja jetzt durchweg 2 - 2,5 Meter über dem Betonboden lagen. Bis Mitte September waren die Säulen alle fertiggestellt. Eine Herausforderung der besonderen Art war für alle Beteiligten in dieser Bauphase auch das Einfädeln der extrem langen Stahlstäbe (ca. 8-10 m), die durch die Armierung der Decken der beiden "Gebäudeohren" bis in die tragende Mittelwand reichen und die Erstellung der ca. 4 Meter hohen Schalung für die Mittelwand mit ihren zwei Türdurchbrüchen. Die Decken der "Gebäudeohren" und die Mittelwand konnten in der 39. Und 40 Kalenderwoche betoniert werden. Ein völlig neues "Aussehen" erhielt unser Neubau Mitte September (Montag,13.9.) als von einer Gerüstfirma die gesamte Baustelle mit einem Arbeitsgerüst eingerahmt wurde. Dank dieser Außenabsicherung konnten dann auch zügig die Maurerarbeiten an den Wänden des OG`s aufgenommen werden. Wenn die Bauleute ihre Tätigkeit beendet hatten, begann sozusagen als zweite "Schicht" das Elektroteam unter Führung von Werner Ritz mit der Arbeit. Nachdem die meisten der Sicherungsstützen der EG-Decke entfernt worden waren, verlegte das Team im September im EG-Bereich bereit alle elektrischen Leitungen. Ja selbst im gemauerten OG-Bereich lugten nach einigen Tagen schon die ersten frisch verlegten Elektroleitungen aus dem Mauerwerk. Das Elektroteam ist mit seinen Arbeiten so zeitnah am Rohbau-Fortschritt, dass man glauben könnte, nach Beendung der Beton- und Maurerarbeiten kann im Rohbau sofort das Licht eingeschalten werden. Toll wie Ihr das macht!! Zu einem besonderen Arbeitseinsatz kam es in den letzten Septembertagen: Das Rohbaufest war für Samstag, den 2.10. angesetzt und es sollte nach Möglichkeit schon im Rohbau des neuen Gemeindesaals stattfinden. Da beim Saal bisher nur die Stützsäulen standen, fanden sich die "des mauerns kundigen" Helfer zu einem Kraftakt zusammen und zogen in zwei Tagen die Außenmauern des Gemeindesaals hoch. Durch die Überdachung, die Dieter Groh und der TVH sonst beim Straßenfest im Grohhof aufgestellt haben, erhielt der Saal eine kurzfristige wettersichere Bedachung. Mit Folien und Schalbrettern waren alle Tür- und Fensteröffnungen gegen Zugluft abgedichtet, so dass einem gemütlichen Rohbaufest mit der Gruppe "Zeitenwind" nichts mehr im Wege stand. Abschließen möchte der Chronist diesen Bericht nicht ohne sich bei den Spendern und den "stillen Helferinnen" zu bedanken, die durch ihre Unterstützung - auch in den Abendstunden - das Bauteam bei Kräften halten. Da in diesem Monat werktags die Bauarbeiten erst mit Einbruch der Dunkelheit beendet wurden, nahm das Bauteam das bereitgestellte herzhafte, gut schmeckende Vesper oftmals bei Kerzenschein unter dem Nußbaum am Pfarrhaus ein und die Gemütlichkeit der Runde ließ manchen freiwilligen Helfer gerne noch etwas "nachsitzen". |
|||||||||||||