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Dokumentation des Gemeindehausneubaus


Juli 2004


Teil I


Donnerstag (1.7.) stand der Bagger morgens auf der Baustelle und hob unter der Aufsicht des Bauführers die Fundamente auf die vorgegebene Tiefe und Breite aus.
Die angetretenen acht Helfer nippelten ( = verdrahten von Stahlbügel und Stäbe zu Körben) unterdessen am Rand der Baugrube unter Anleitung von Wilfried die ersten Stahlkörbe für das Fundament.
Für Samstag stand das Einbringen der Sauberkeitsschicht und der Antransport der Verschalung für das Fundament auf dem Programm. Für die Sauberkeitsschicht mussten die Helfer zuerst den zwischenzeitlich nachgerutschten Sand aus den Fundament-Gräben wieder entfernen.
Der Bauführer kontrollierte anschließend nochmals das Tiefenmaß und gab dann erst den Weg für den Mager-Beton frei.
Dieser wurde per Autokran in die Grube gehoben und dort von einigen Helfern in Gummistiefeln mit Rechen auf der Sohle der Fundamentabschnitte gleichmäßig verteilt, wobei die Schichthöhe des Betons permanent vom Bauführer durch Messung überwacht wurde.
Den Transport der Fundament-Schalung und des weiteren Zubehörs vom Lagerplatz in Linkenheim zu unserer Baustelle hatte Helmut Hofmann mit seinen Söhnen Andreas und Markus übernommen, die sowohl mit dem Traktor und Anhänger wie auch mit PKW und Anhänger fahren mussten um alles herbei zu schaffen.
Zum Abladen dieses Baumaterials hatten sich unter Führung von Andreas Stängle und Mathias Metz bereits eine Reihe Jugendlicher an der Baustelle eingefunden um dann "Ruck-Zuck" das Baugerät an Ort und Stelle abzulegen.

In den folgenden beiden Juli- Wochen ( 28 + 29 KW = 5.7. - 18.7.) ging es dann "Schlag auf Schlag" und man konnte an der Baustelle das Fundament fast täglich wachsen sehen.
Sechs bis acht Mann waren fast immer auf der Baustelle um unter Anleitung von Wilfried Becker und unserem Bauführer aus Stahlstäbe und Bügel die Stahlkörbe für die Bewährung der Fundamente herzustellen und diese dann in die Fundament-Gräben einzubringen.
Daneben wurde auch die Schalung für das größere und tiefere Fundament, auf der Seite zur Haupt - und Kirchstraße hin, erstellt.
Am Mittwoch ( 7.7.) erhielt die Baustelle - endlich - auch ihr weithin sichtbares Wahrzeichen: den Baukran.
Vor dem Betonieren der Fundamente mussten die Leerrohre für die Medien Ver- und Entsorgung verlegt werden, was eine relativ zeitraubende Arbeit war. Sie glich zu dem manchmal einem Puzzlespiel, bis endlich alle Rohrstücke die richtige Position hatten und die Leitungen entsprechend dem Plan verlegt und fixiert waren.
Dann erst konnten die einzelnen Bereiche des Fundaments mit Beton gefüllt werden. In den folgenden Tagen bis Dienstag (13.7.) waren alle Teile des Fundaments fertig gegossen.
In dieser Zeit besuchte unser Architekt und auch der Statiker mehrmals die Baustelle um die jeweiligen Teilschritte der Arbeiten "freizugeben".
Parallel zum Betonieren der kleineren Fundamente konnte bereits die Innen-verschaltung des zuerst gegossenen größeren Fundaments wieder entfernt werden.
Die zurückgebliebenen Bodenvertiefungen wurden am Dienstag (13.7.) mit ausgelagertem Erdreich aufgefüllt, eingeebnet und verdichtet.
Helmut Hofmann mit Traktor und Anhänger sowie Hans Stängle mit seinem Lader sorgten dafür, dass das Erdreich vom Lagerplatz beim Umspannwerk zügig zur Baustelle angefahren werden konnte.
Wilfried bzw. der Bauführer platzierten das Erdreich dann mit der Schaufel des Krans im entsprechenden Bereich der Baustelle von wo aus die Helfer per Hand-schaufel den Boden fertig verteilten, der anschließend direkt mit dem Rüttler verdichtet wurde.
Auf diesem gut vorbereiteten Untergrund nivellierte der Bauführer die Markierungen für die Schichthöhe der Sauberkeitsschicht ein.
Diese wurde am Mittwoch (14.7.) eingebracht und sofort mittels Rüttler verdichtet.
Anschließend erstellte das Helferteam unter fachlicher Anleitung die Einschalung für die Bodenplatte und verlegten anschließend noch die erste Schicht der Stahlmatten.
Die Stahlarmierung der Bodenplatte war am Donnerstag (15.7.) fertiggestellt, nachdem als letzte Komponente das Fundament-Erdungsband, ein umlaufendes 3 mm Stahlband, in das Stahlgeflecht eingefädelt war.
In das Fundament waren damit insgesamt zwei Tonnen Stahl eingearbeitet worden.
Bei dieser "rostigen Arbeit" legte auch Pfr. Bender wieder kräftig mit Hand an.
Nach der Abnahme der Stahlarmierung durch den Statiker war der Weg frei um am Freitag (16.7.) in ca. 6 Stunden die Bodenplatte in einem Stück zu betonieren.

Damit war es der Bau- Mannschaft gelungen, unter der fachlicher Anleitung unseres Bauführers und unseres "Kapos" Wilfried Becker sowie unseres Organisators Waldemar Schütz, in knapp 4 Wochen den ersten Teil des neuen Gemeindehauses - das Fundament - zu erstellen. Bravo !!!!!

Nicht zu vergessen:
Recht herzlich danken möchten wir unseren Helferinnen, die meist nur kurz auf der Baustelle sind, aber dann immer mit wichtigem "Material": dem guten und reichlichen Vesper.
Ein weiterer herzlicher Dank an Frau Stängle und Frau Federmann sowie an Wilfried Hofmann, die unserem Bau-Team montags beim Handwerker-Essen in Linkenheim bzw. Liedolsheim das Essen spendiert hatten. Ebenso herzlich danken wir Horst und Gisela Oberle, die zur Förderung der Baumaßnahmen die Männer zu einem deftigen Mittagessen eingeladen hatten.


Teil II


Am Samstag (17.7.) konnte bereits die Schalung für die Fundamentplatte wieder abgebaut werden.
Sofort begann das Bauteam mit den Arbeiten für das EG, dessen hinterer (südlicher) Teil auch in Beton ausgeführt wird.
Dieser Teil des EG wird später die Lagerräume aufnehmen und steht teilweise direkt mit dem Erdreich in Kontakt, während der vordere Teil des EG, in dem die Jugendräume angesiedelt sind, gemauert wird.
Im ersten Schritt wurden die Schaltafeln für den östlichen Teil der mittleren und hinteren (südlichen) Beton-Mauer des EG montiert.
Im Laufe des Montag und Dienstag erfolgte die Installation der Stahl-Armierung in der Schalung. Nachdem der Statiker diesen Aufbau abgenommen hatte, konnte am Mittwoch (21.7.) dieser Teil des EG betoniert werden.
Der zweite Schritt zur Erstellung des EG begann am Donnerstag mit dem Umsetzen der Schaltafeln und der Montage der Verschalung für den westlichen Bereich des Gebäudes.
Dann folgte der Einbau der Stahl-Armierung und am Mittwoch (28.7.) konnte mit Einverständnis des Statikers dieser Teil betoniert werden.
Während dieser Bauphase hatte neben unserem Architekten und dem Statiker auch der Prüfstatiker die Arbeiten auf der Baustelle begutachtet.
Ab Donnerstag (29.7.) erfolgte im dritten Schritt das Hochziehen der Mauern im vorderen EG-Bereich in konventioneller Maurertechnik.
Dem engagierten Helferteam, dem sich auch wieder Pfr. Bender angeschlossen hatte, war es unter Leitung des Bauführers und des "Kapos" Wilfried Becker sowie des Organisators Waldemar Schütz damit gelungen in nur zwei Wochen die Mauern des EG weitestgehend fertigzustellen - Eine tolle Leistung !!!

Allen Helfern unseren herzlichsten Dank!!!
Danken möchten wir auch unseren Helferinnen, die das Bauteam wieder mit reichlichem und leckerem Vesper bei Kräften hielten.
Ebenso bedanken wir uns bei den Spendern, die dafür gesorgt haben, dass bei den doch recht sommerlichen Temperaturen die ehrenamtlichen Helfer nicht verdursten mussten.
Ein herzlicher Dank auch den Anglern, die beim Fischerfest in Hochstetten das Handwerker-Essen für das Bauteam übernahmen.